1. Dezember 2020 – Fast wieder normal

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Der Mann stand vor mir auf und ließ den Kater ins Schlafzimmer, der sich prompt miepsend auf meinem Bauch niederließ und bekuschelt werden wollte. Ich tat ihm den Gefallen und stand dann auch auf, die Ex-Zähne waren beinah nicht mehr zu bemerken. Morgenkrams, Katzenfütterung, Pflanzencheck. Das zweite Blatt der Monstera wird immer deutlicher, dafür gefällt mir meine Schlumbergera gar nicht. Sie hängt schlapp im Topf und macht lauter Luftwurzeln, das ist kein gutes Zeichen. Ich muss unbedingt nachschauen, ob die Wurzeln vielleicht faulen. Der andere Weihnachtskaktus, der vorn auf der Terrasse steht, sah nach dem Umtopfen auch erst etwas traurig ist, hat sich inzwischen aber gut erholt.

Frühstück, Kaffee, Youtube.

Der Mann fuhr weg, ich setzte mich an den Schreibtisch, war aber wegen der jeden Moment eintreffen könnenden Wasserlieferung voll im Wartemodus und nicht konzentrationsfähig. irgendwann kam das Wasser dann, ich huschte mit Geld und Maske hinaus, öffnete das Tor und stand dann etwas awkward herum, während der Lieferant die vollen Kanister auf die Terrasse schleppte.

Dann endlich war halbwegs produktives Arbeiten möglich, nebenbei snackte ich übrig gebliebenes Porridge vom Frühstück, Nina schlief neben mir und Manfred auf dem Tisch. Ein seltener harmonischer Moment zwischen den beiden. Ich machte Feierabend, als Manfred erwachte und anfing, Nina zu nerven. Wir katzenangelten, er hechtete wild durchs Bett. Ich liebe es ja besonders, wenn er auf die Angel lauert und dabei so mit dem Hintern wobbelt.

Der Mann kam mit Nasi uduk heim, wir aßen und schauten Superstore. Manfred bettelte um Tempestückchen und bekam auch welche, nach dem Essen kuschelte sich Nina zwischen uns auf die Bank, sie ist schon seit ein paar Wochen sehr anhänglich und verschmust. Ich machte dann noch den Abwasch und schon war es wieder Zeit, schlafen zu gehen.

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