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20. Februar 2026 – Stromanschluss

Gestern war ich zum ersten Mal seit einer Woche wieder auf der Baustelle, weil mich vorher ein grippaler Infekt ziemlich umgehauen hatte. Eigentlich war ich immer noch etwas wackelig auf den Beinen, aber ich wollte gern mit, bevor mich der Fluch des Uterus (FdU, so nenne ich meine Periode, die mich wegen Adenomyose und vermutl. Endometriose jeden Monat zwei bis vier Tage aufs Sofa zwingt) erneut umhauen würde. Und gestern wurde das Haus ans Stromnetz angeschlossen, das wollte ich gern sehen, war aber schon erledigt, als wir ankamen, und reichlich unspektakulär.

An einer unverputzten Wand aus grauen Mauersteinen lehnt eine aus unbearbeiteten Holzlatten gezimmerte Leiter, zur Mauer führt ein Stromkabel, darauf liegt eine Art längliche viereckige Röhre aus Metallstangen.
Wer keine Leiter hat, baut sich eben eine.

[Strom wieder da.]

Jedenfalls hat das Haus jetzt Strom, den wir im Prepaid-Verfahren bezahlen, wie beim Handy, also immer aufladen müssen. Ich finde das sehr praktisch, weil man so die volle Kontrolle über den Verbrauch hat. Es gibt auch Postpaid-Strom, aber da kann es durchaus passieren, dass irgendwie jemand von PLN kommt und sagt, huch, euer Zähler hat drei Jahre falsch gezählt, ihr müsst jetzt nachzahlen.

Rohbau eines Hauses ohne Dach und mit unverputzten Wänden und Fensterrahmen aus Holz, in die noch keine Fenster eingesetzt sind und die mit langen Bambusstangen gestützt werden. Der Boden ringsrum ist matschig.
Die Küche von außen, an der Wand links sieht man, dass das Küchenfenster etwas kürzer ist als die Fenster der beiden Zimmer dahinter.
Die Ansicht vom Garten sieht aus, als sollte das die Vorderseite sein. Die Terrasse wird ein Catio, damit die Katzen sicher rausgucken können.
Ein halbfertiges Zimmer ohne Dach mit unverputzten Wänden aus grauen Mauersteinen, an den Ecken ragt Baustahl heraus, die Fenster- und Türrahmen aus Holz sind leer, es liegen Holzlatten und Bambusstangen herum, der Boden besteht aus unebener festgetretener Erde.
Die Küche kommt unters Fenster, links das kleine Zimmer ist das Bad.

Wir blieben so eine Stunde am Haus, das nach dem heftigen Regen am Tag davor ganz schön nass aussah, aber wir konnten zum ersten Mal komplett durchgehen, ohne dass da Gerüste etc. im Weg waren. Dann hatte ich wirklich keine Energie mehr und es fing auch an zu regnen. Wieder zu Hause gab es Mittagessen, dann richtete ich mich auf dem Sofa ein (es ist eigentlich eine sehr breite Holzbank, auf die ich eine Isomatte lege, weil ich es noch nicht geschafft habe, Polster zu nähen), spielte am Handy rum, löste das tägliche Rätsel Clues by Sam und las ein bisschen. Der Mann fuhr dann allein Abendbrot kaufen, ich war zu geschafft und wegen Ramadan herrscht kurz vor Fastenbrechen überall ein riesiges Gedränge, das ist als Seucheneumel eh keine gute Idee, selbst mit Maske nicht.

Weil unsere üblichen Essensläden geschlossen hatten, gab es eine wilde Mischung aus Mie goreng, gedämpftes Gemüse und frittiertem Tofu für mich, außerdem hatte der Mann meinen Lieblingssnack kue balok (kl länglicher Schokokuchen mit Schokocremefüllung) mitgebracht. Dazu schauten wir die erste Folge der zweiten Staffel Andor. Hinterher hängte ich noch die Katzendecken auf, die ich gewaschen hatte, dann war Katzenfütterung und dann machte ich mich langsam bettfertig, erkältungsmäßig ging es mir zwar viel besser als morgens, aber dafür nahmen die Bauchkrämpfe zu, ließen sich aber dank Schmerzmittel und einer Folge Drei ??? einigermaßen ignorieren.

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