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Allgemein

05. Januar 2020 – Papierkram (nur in digital)

Ausgeschlafen, gefrühstückt, diesmal mit leckeren Instantnudeln zum Ei. Draußen Regen, natürlich. Mit meinem Kaffee zog ich anschließend aufs Sofa um, bloggte mit Laptop auf dem Schoß und Flauschenina neben mir. Der Mann friemelte draußen am Vergaser seines Motorrads herum, der ihn schon seit Tagen beschäftigt. Nach dem Bloggen las ich ein bisschen im Internet herum und kümmerte mich dann um meine Abrechnung des letzten Jahres. Lud Kontoauszüge herunter, füllte Exceltabellen aus, der ganze Spaß. Freute mich über eine Steigerung meiner Einnahmen. Das alles nahm sehr viel Zeit und Gehirnkapazität in Anspruch. Neben mir schlief ununterbrochen das Ninatier. Manfred ruhte auf seiner Fensterplattform.

Als mein Laptopakku beinah alle war, hörte ich auf, der Mann auch und wir aßen zu Abend. Danach guckten wir ein bisschen Nachrichten über die Flut in Jakarta. Zum Glück sinkt der Pegel schon und es gibt Pläne, die Wolken zu beimpfen, damit sie woanders abregnen.

Gegen acht raffte ich mich noch mal auf, entrollte die Yogamatta, schlüpfte in löchrige Leggings (wer braucht schon fancy Yogahosen?) und übte mit Adriene Tag 4 ihrer Challenge. Neues Erfolgserlebnis: Im Downward Facing Dog berührten meine Fersen kurz den Boden. Nach so vielen Jahren Gelegenheitsyoga ist das ein echter Fortschritt.

Als ich abends das Bett abfegte, entdeckte ich einen kleinen Fleck an Ninas bevorzugtem Schlafplatz. Pipi. Mist. Das Tier ist ja manchmal undicht, aber sie hatte jetzt erstaunlich lange durchgehalten. Ich zog Laken und Matratzenschoner ab, besprühte beides mit Enzymreiniger und holte Ersatz aus dem Schrank. Inzwischen liegt auf ihrem Lieblingsplatz zwischen unseren Kissen ein altes Handtuch, damit zukünftige Malheure weniger waschintensiv ausfallen. Jetzt in der Regenzeit ist nämlich alles klamm und es ist beinah unmöglich, Sachen vernünftig zu trocknen.

04. Januar 2020 – Lange Hosen

Ich erwachte frühmorgens vom Rauschen des Regens. Es hatte beinah die ganze Nacht durchgeregnet. Dafür kam Nina ins Bett, kuschelte sich in meine Arme und sorgte für extra viel Gemütlichkeit. Überhaupt scheint sie doch nicht rollig zu werden, sondern nur eine besonders anhängliche Phase zu haben. Das ist gut, so bleibt ihr der stressige Weg zum Tierarzt erspart.

Irgendwann standen wir dann doch auf und machten Frühstück. Zum Glück stoppte der Regen, während wir aßen, denn eigentlich war eine kleine Ausfahrt zwecks Katzenfutterkauf geplant. Denn: Der neue Sitz des Motorrads ist endlich fertig und ich war neugierig, ihn auszuprobieren. Das klappte dann auch. Wir fuhren zum Tierladen, kauften Trockenfutter und für Manfred welches in Dosen. Beim getreidefreien Futter gibt es nicht soooo die große Auswahl (warum ist in Nassfutter überhaupt Getreide drin?), aber es gab eine neue Geschmacksrichtung: Rinderleber und Huhn. Endlich mal kein Seefisch! Nach sehr bequemer Fahrt wieder zu Hause angekommen, servierte ich Manfred sofort ein Schüsselchen und er verlieh seiner Liebe dafür in piepsigen Miautönen Ausdruck.

Dann setzte ich mich zwecks Lohnarbeit an den Rechner. Irgendwann merkte ich, dass ich ja noch meine Jeans trug. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass es unter dreißig Grad sind. Denn normalerweise ziehe ich beim Nachhausekommen sofort kurze Hosen an, weil es anders einfach nicht auszuhalten ist. Dafür begann ich dann nachmittags meinen 43. pillenfreien Zyklus und musste erst mal eine Schmerztablette einwerfen. Ein Hoch auf die Mefenaminsäure!

Trotz Bauchweh schaffte ich es am Abend, Yoga zu machen. Die halbe Stunde auf der Matte tat wirklich gut, aber danach war ich fix und alle. Duschen kostete auf einmal unglaublich viel Kraft und ich war froh, als ich endlich mit Hörbuch im Bett lag.

03. Januar 2020 – Nasi kuning und Regen ohne Ende

Da sämtliches Frühstücksequipment aufgebraucht war, wollten wir heute auswärts frühstücken und zwar in dem kleinen Nasi-kuning-Warung, das wir an Weihnachten getestet und für gut befunden hatten. Der Mann war so vorfreudig, dass er schon um sieben Uhr morgens losfahren wollte, weil das Essen in dem Laden immer recht zeitig ausverkauft ist. Ich konnte aber unseren Aufbrauch (und mein Aufstehen) um zwei Stunden verschieben und siehe da, es war noch genug Nasi kuning für uns da. Es war fast genauso lecker wie beim letzten Mal. Nur die Soße über den Eiern war nicht besonders scharf und das Tempe kering eindeutig zu wenig. Außerdem war mein Teller an der Seite dreckig, das hab ich aber leider erst nach der Hälfte gemerkt. Überhaupt mag ich dieses Prinzip aus Plastik- oder Korbteller mit einem Stück beschichteten Papier drauf nicht besonders, weil es so viel Müll verursacht. Dann doch lieber Bungkus mit Tupperdose beim nächsten Mal.

Auf dem Rückweg kauften wir Bananen, Eier, Papaya und einen Apfel. Der Mann setzte mich zu Hause ab. Da die Sonne schien, hängte ich erst mal unser in der dumpfen Luft nicht trocknen wollendes Handtuch nach draußen und lüftete das Haus durch. Dann machte ich alle Türen wieder zu und für mich Kaffee, den ich auf dem Sofa sitzend trank, während Nina auf meiner Hand kuschelte.

Es folgten mehrere Stunden Lohnarbeit, diesmal etwas konzentrierter als gestern. Auch wenn ich körperlich ziemliche PMS-Symptome habe, ist meine Psyche diesmal vollkommen okay, was mich sehr erleichtert. So darf es gern bleiben. Ob das die Wirkung des Jamu ist, den ich momentan recht häufig trinke?

Am Nachmittag begann es zu regnen und das sollte sich bis Mitternacht auch nicht mehr ändern. Zwischendurch prasselte es wirklich heftig und unsere Straße war zwar matschig, stand aber nicht unter Wasser. In der Küche tröpfelte es zwar überall, aber damit können wir leben. Manfred hielt genau unter einem Leck ein Nickerchen und wunderte sich dann über sein nasses Fell.

Ich yogte (Tag 2/30!) am Abend, freute mich über die zunehmende Stärke meiner Arme und die halbe Stunde auf der Matte, die einfach nur mir gehört. Danach duschte ich, machte den Abwasch, saß jamutrinkend mit dem Mann zusammen und kuschelte die Schmusenina, bis es Zeit war, schlafen zu gehen.

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Gesehen | Top 10 Obama Scandals. Bei Nr. 3 musste ich lachen.

02. Januar 2020 – Laron im Kühlschrank

Die Nacht war wohl sehr kühl gewesen, denn ich erwachte in meine Decke gewickelt und außerdem schlief Nina durchgängig zwischen unseren Kopfkissen. Manfred weckte mich um halb fünf, weil er scheinbar am Verhungern war und deswegen auf mir herumtrampelte. Ich wollte sowieso zum Klo, da hatte er Glück. Allerdings ist um diese Uhrzeit meine Feinmotorik nicht vorhanden, weswegen es zu einer kleinen Kollision von Katergesicht und Katzenfutterdose kam. Dies tat seinem Appetit glücklicherweise keinen Abbruch.

Wir frühstückten gegen neun, dann machte der Mann Motorradkram und ich wandte mich dem Schreibtisch zu. Allerdings gelang es mir erst nach ausdauerndem Prokrastinieren die fürs Arbeiten nötige Konzentration zu finden. Als der Anfang geschafft war, lief es dann aber erstaunlich gut. Nach über einem Monat ausschließlichen Korrigierens schrieb ich mal wieder und das machte Spaß.

Zum Nachmittag begann es zu regnen und zu winden. Zwischendurch so heftig, dass das Wasser unter der Küchentür hereinkam. Dabei liegt unser Haus etwa einen halben Meter höher als das Land ringsum. Dieser krasse Wolkenbruch dauerte nur zehn Minuten, allerdings regnete es dann den restlichen Abend lang immer wieder. Sehr zur Freude der Katzen (und Geckos) flatterten erneut Laron* durchs Haus. Diese waren etwas dunkler als die von vor ein paar Wochen, sicher handelte es sich um eine andere Termitenart.

Der Mann kam mit Abendessen nach Hause. Als ich den Kühlschrank öffnete, um eine Flasche kaltes Wasser herauszunehmen, flog eine Laron vom Licht angelockt geradewegs hinein und verschwand zwischen den Tupperdosen. Und später, als ich die Flasche nach dem Essen zurückstellte, kam sie wieder heraus. Vielleicht hatte sie nur eine kleine Abkühlung gebraucht.

Am Abend rollte ich die inzwischen arg lädierte Yogamatte aus. Meine liebste Yoga-Youtuberin veranstaltet auf ihrem Channel Yoga with Adriene eine 30-Tage-Challenge, heute war Tag 1. Ich habe schon häufiger ihre Videos nachgeturnt, aber nie am Tag der Veröffentlichung. Zu wissen, dass auf der ganzen Welt Tausende anderer Leute mit mir atmen und sich dehnen, war ein großartiges und empowerndes Gefühl. Ein Blick in die Kommentare unter dem Video zeigte, dass viele andere ebenso empfanden.

*Wir erinnern uns: Laron sind Termiten mit Flügeln, die ausschwärmen, um eine neue Kolonie zu gründen. Wusstet ihr, dass Termiten enger mit Kakerlaken als mit Ameisen verwand sind?

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Gelesen |
Jakarta steht unter Wasser.
Okay, das hier ist vielleicht ein alter Hut: Ein Leipziger Biomarkt nimmt ein Produkt aus seinem Sortiment, das aus einem von einem AfD-Funktionär geführten Unternehmen stammt. Vorher gibt es diesem in einer E-Mail Gelegenheit, sich zu positionieren.

01. Januar 2020 – Fauler Sofatag

Nachdem ich gestern Abend um mein Gefaulenze gebracht worden war, holte ich es eben heute nach. Wir frühstückten spät, anschließend lungerte ich gemütlich mit Strickzeug, Kaffee und Katze auf dem Sofa herum. Draußen regnete es immer wieder und die kühle Luft machte die Sache noch angenehmer. Wenn bei über 30 Grad die Wolle an den schwitzigen Fingern klebt, macht Stricken nämlich keinen Spaß. Heute kam ich gut voran, bald kann die Ferse beginnen. Nina schlief die ganze Zeit neben mir und schnappte nur gelegentlich nach dem Faden. Zwischendurch verspeisten wir die restliche Torte und hörten Musik, das war alles sehr schön und entspannend.

Abends holte der Mann Essen, es gab Nasi uduk mit Tofu, Tempe, Terong und Petai. Dazu Sambal. Ja, ich mag immer noch kein scharfes Essen, aber ich scheine es zu mögen, wenn ich Essen in scharfe Soße eintunken und so den Schärfegrad selbst bestimmen kann. Zumindest bei Nasi uduk schmeckt mir das inzwischen (wieder) sehr gut.

Mit vollem Bauch strickte ich noch ein bisschen, dann war Schlafenszeit. Als ich mich hinlegen wollte, schlief Nina schon tief und fest auf meinem Platz und ich musste sie beiseite schieben.