Das frühere Ins-Bett-Gehen zahlte sich aus, ich erwachte gut ausgeruht um acht. Morgenroutine, dann Pflanzenpflege hinterm Haus. Irgendwie hat es sich so eingependelt, dass ich die Töpfe dort morgens wässere und die auf der Terrasse am Nachmittag. Das Monsterablatt streckt sich immer mehr, ich bin sehr gespannt, wann es sich öffnen wird. Im Topf nebenan wachsen mehrere Dieffenbachia-Stecklinge, von denen einer schon am zweiten Blatt arbeitet, ich werde ihn bald umtopfen. Auch die anderen Pflanzen sehen gut aus, nur der Pomelo haben Raupen arg zugesetzt und außerdem hat sie Schildläuse.
Frühstück gemacht, heute bekam ich die Haferflockenmenge besser hin. Wir aßen und guckten zu, wie ein Thanksgiving-Dinner zu Astronautennahrung wurde.
Trotz frühem Aufstehen kam ich erst wirklich zum Arbeiten, nachdem der Mann sich verabschiedet hatte. Wenn er noch hier ist, wuselt er dauernd rum, fragt mich was oder erzählt, da kann ich mich nicht konzentrieren.
Irgendwann gegen vier ging mir die Puste aus, ich guckte noch ein bisschen im Internet herum und machte dann Yoga. Nach einer halben Stunde war ich noch nicht ausgepowert genug, hängte 10 Minuten Cardio dran und – zack! – war ich erledigt. Der Mann kam nach Hause und fuhr dann noch mal los, um Essen zu kaufen, ich ging so lange duschen. Abendbrot war Nasi goreng und frittierte Pilze. Hinterher musste er noch mal weg, ich wollte eigentlich neue Masken zuschneiden, war dann aber so kaputt, dass ich nur ein bisschen am Telefon rumdaddelte und mich dann bettfertig machte. Neben Manfred eingeschlafen, das scheint eine neue Gewohnheit zu werden.