Beim Aufwachen fühlte ich mich irgendwie ungut. Ich habe eh schon seit Tagen latentes Halsweh (und trinke scharfen Ingwertee dagegen), heute kamen Kopf- und Gliederschmerzen dazu. Kein gutes Zeichen in Zeiten des C-Worts. Egal, erstmal aufstehen und Frühstück machen. Alles etwas hastig heute, weil der Mann einen Termin vergessen hatte.
Weil ich das Wochenende durchgearbeitet hatte, war heute frei. Nachdem der Mann weggefahren war, machte ich mich daran, meine To-do-Liste abzuarbeiten – und fühlte mich mit der Bewegung schlagartig besser. Außerdem entdeckte ich, dass besagtes Unwohlsein durch einen überraschenden Zyklusbeginn verursacht wurde, darum musste ich ungeplant früh meine Tässchen auskochen. Was ich außerdem tat:
- alle Lappen waschen (ich sammele die in einem Eimer im Bad und wasche dann einmal die ganze Fuhre mit heißem Wasser),
- Küche fegen und wischen,
- Ginger Bug rausstellen,
- saubere Wäsche auspacken,
- Masken nähen.
Als ich alles bis auf den letzten Punkt erledigt hatte und eben die Nähmaschine aufstellen wollte, drängelte sich Nina dazwischen und forderte Kuschelzeit ein. Sie ist sehr anhänglich momentan und liebt es, auf meinen Tisch zu hopsen, in meinem Gesicht rumzuwuscheln und sich dann in meinen Armen einzurollen. Das ist jedes Mal sehr niedlich. Dabei entstand ein hübsches Selfie.

Dann siedelte ich Nina auf meinen Zweittisch um und konnte endlich die gestern zugeschnittenen Masken nähen. Anfangs brauchte ich ein bisschen, um die Fadenspannung einzustellen, dann verklemmte sich der Stoff und natürlich musste ich drölfzig mal den Faden neu einfädeln. Aber so ganz langsam stellt sich eine gewisse Routine ein, das ist ein schönes Gefühl. Und beim Nähen rennt mir der Stoff auch nicht mehr weg, weil sich meine Hand-Fuß-Koordination bessert. Jedenfalls macht die Arbeit mit der Nähmaschine wirklich großen Spaß, ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr in eine Tätigkeit vertieft, dass ich die Zeit vergesse. Irgendwann kam der Mann nach Hause und wir besprachen die Abendessenoptionen. Er fuhr dann los, um Magelangen zu kaufen und ich wollte nur noch schnell eine Maske fertignähen, aber Nina hatte meinen Tisch in Beschlag genommen.

Dann Abendbrot, Magelangan mit ganz ausgezeichnetem Acar (das sind sauer eingelegte Gurken und Zwiebelchen).
Anschließend ging ich podcasthörend abwaschen und neue Brause vorbereiten: diesmal mit Jeruk jember (das ist eine Art Orange, aber kleiner, mit grüner Schale und seeeehr saftig), Palmzucker und ein bisschen Ingwer.
Zur Abendgestaltung guckten wir den letzten Star-Wars-Film auf dem Sofa. Der war leider ein bisschen langweilig, aber ganz nett anzuschauen.