Erholt aufgewacht, komischerweise hatte ich geträumt, dass ich des Mannes Masken bügele. Dabei macht er das immer selbst, er stärkt die nämlich, damit sie sein Gesicht nicht berühren. So langweilig ist mein Leben also schon. Heute hatte ich keine Lust auf Experimente oder Schmerzen und nahm konsequent meine Schmerztabletten. Meine arme Leber tut mir leid, aber das muss jetzt halt mal sein.
Workworkwork war ganz okay heute, aber ich war froh, als ich endlich fertig war. Zum Feierabend fing Manfred einen Gecko, den er grollend um Maul hielt. Ich zwang ihn, den Gecko auszuspucken, sperrte beide Katzen weg und manövrierte das arg angeschlagene Tier ins Freie. Hoffentlich kommt er durch. Jetzt weiß ich, dass auch Geckos ziemlich rot bluten.
Nach dem Abendessen (Kwetiau) fuhren der Mann und ich gen Norden zu einem großen Kaufhaus, um Kaffee und Küchentücher zu kaufen und einfach mal ein bisschen rauszukommen. Und besser jetzt als in ein paar Tagen, denn am Monatsanfang kriegen alle ihr Gehalt und dann sind die Läden voll. Beeindruckend war, das jetzt wieder die Zeit ist, in der in einer bestimmten Straße tausende Schwalben auf den Kabeln hocken. Die sind auf der Durchreise, tagsüber sind sie weiter oben in den Bergen und nachts schlafen sie eben in dieser einen Straße, das ist schon seit Jahren zu. Hier ist ein Zeitungsartikel darüber, allerdings auf Indonesisch und vom letzten Jahr – aber da gibts Fotos. Dort steht, dass es Rauchschwalben sind, die aus Korea, Japan und dem Himalaya kommen und hier überwintern. Im März fliegen sie wieder heim. Ah, sogar auf Youtube wird darüber berichtet.