12. April 2020 – Spaziergang, Kochen und Familienkonferenz

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Morgens von einem sehr hungrigen Manfred geweckt worden, das passiert immer, wenn er am Vorabend Vitaminpaste bekommen hat. Nochmal hingelegt und bis neun geschlafen, ist ja Wochenende.

Zum Frühstück kochte ich Porridge, der Mann übernahm die Spiegeleibratung. Nach dem Essen ging er am Vergaser seines Motorrads basteln, ich saß herum und versuchte, mich an die vielen Sachen zu erinnern, die ich eigentlich heute erledigen wollte. Mir fiel nur „Fußabtreter waschen“ ein und das war innerhalb von fünf Minuten erledigt. Also trank ich in Ruhe meinen Kaffee, bloggte ein bisschen und sortierte in meinem Zimmer herum, dann war es auch schon Zeit zu kochen. Ich hatte mir eine Gemüsepfanne gewünscht, wie sie der Mann häufig kocht. Dazu hatte ich gestern bereits Pak Choi und Lauchzwiebeln vorbereitet und getrocknete Pilze eingeweicht. Jetzt schnippelte ich alles klein, dann zeigte der Mann mir die richtige Zusammenstellung der Gewürze. Mal gucken, ob ich noch alles zusammenkriege:

  • vier Prisen Salz
  • Pfeffer (ca. ein Drittel der Salzmenge)
  • 1 TL salzige Sojasoße
  • ein ordentlicher Klecks Kecap Manis
  • ordentlich Knoblauchpulver (in Ermangelung frischen Knoblauchs)
  • 1 TL Kochwein (habe den Namen grad nicht im Kopf)

Keine Ahnung, ob das so stimmt, muss nachher den Experten fragen. Außerdem mischten wir etwas Maisstärke in Wasser, die macht hinterher das Gemüse schön glänzend und dickt die Soße an. Und ein paar Spritzer Sesamöl kamen auch noch dran. Das Ergebnis war lecker, vor allem zu Salzkartoffeln und rotem Reis.

Beim Kochen hatten wir die Katzen eingesperrt und alle Türen geöffnet, weils so heiß war. Beide schliefen, bis plötzlich hinter uns ein Brummen ertönte: ein weiß-oranger Kater hatte sich ins Haus geschlichen und Nina protestierte.

Ich hatte den Wunsch nach mehr Bewegung geäußert, darum fuhren wir zu einer nahen Kirche, die auf einem kleinen Berg liegt. Dort ist nicht viel los, weil alle Gottesdienste momentan im Livestream stattfinden, und es geht ordentlich bergauf. Wir liefen ein paar Runden, dann fuhren wir wieder nach Hause. Dort kamen wir pünktlich zum Familiengruppenvideotelefonat mit meinen Eltern und meinem Bruder an. Das war ziemlich lustig, weil wir erstmal herausfinden mussten, wer wann reden darf und weil Nina zwischendurch dauernd auf den Tisch hopste und ihren wirklich sehr flauschigen Hintern in die Kamera hielt.

Das war schön.

Abends abgewaschen, ein bisschen gestrickt und ein bisschen matt herumgesessen, bis es Zeit fürs Bett war.

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