5. Januar 2021 – #wmdedgt 01/21

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Wie immer am 5. fragt Frau Brüllen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und das ist doch eine gute Gelegenheit, wieder mit dem Bloggen weiterzumachen.

Also. Davon aufgewacht, dass Manfred auf mir herumtrampelnd Futter forderte. Wieso macht er das immer so extra kuschelig und legt sich nochmal hin und so, wenn er doch eigentlich essen will? Ich verstehe das nicht. Überhaupt war er gestern seeeehr anhänglich. Nachdem ich die letzten Tage auf der Schwelle zum Kranksein war, war heute der erste Tag, an dem ich mich wieder halbwegs fit fühlte.

Zähne putzen, anziehen, Blumen hinterm Haus gießen. Da ist grad nicht so viel zu tun, die meisten Töpfe kriegen beinah jeden Tag Regen ab und die Stecklinge von Schlumbergera und Sanseviera brauchen nur alle paar Tage mal Wasser. Die Minze hab ich jetzt endgültig aufgegeben, anscheinend ist das einfach keine Tropenpflanze und ich hab nicht die Geduld, sie durch andauernde Stecklinge jung zu halten.

Frühstück wie immer, mit vielleicht einer Banane zu viel im Oatmeal. Dann Schreibtischzeit, ich versuchte mich zu konzentrieren, während der Mann herumwuselte und redete, das nervte mich ein bisschen. Als er dann endlich zum Bengkel aufbrach, war meine Konzentration erstmal futsch, das nervte dann noch mehr. Dabei habe ich gerade endlich mal einen wirklich gut geschriebenen Korrekturauftrag, wo ich mal in die Tiefe gehen und Sachen erklären kann, die bei einem schlechten Text die verfassende Person nur überfordern würden. Irgendwann gelang es mir dann aber doch, neben mir schlief der Kater und ich musste ab und zu aufpassen, dass er im Schlaf nicht vom Tisch fiel. Brauche dringend einen größeren Schreibtisch.

Der Mann kam früher als erwartet hungrig heim, wir kochten Pasta mit Fertigsoße zum Abendbrot, drüber streuselte ich viel geriebenen Käse, und zwar echten Käse, nicht dieser verarbeitete Cheddar, der wie ein Stück Seife aussieht und verdächtigerweise niemals schmilzt. Dazu schauten wir The Queen’s Gambit. Nach dem Essen dann gleich noch eine zweite Folge, weil ich noch zu satt fürs Crosstrainern war.

Dann also Sport, nach zwei Tagen Pause ging das erstaunlich gut, so gut, dass ich nach meinen üblichen zehn Minuten noch eine Weile weiterstrampelte, weil die Musik grad so gut war. Und hinterher war ich längst nicht so kaputt und verschwitzt wie bisher, ich werde ab morgen den Timer auf fünfzehn Minuten stellen. Fühlt sich gut an.

(Eben hat sich Manfred auf meine Maus gesetzt und mit seinem Hintern meinen Browser geschlossen, das ist ein ganz schlauer Fuchs.)

Nach dem Duschen noch ein halbes Stündchen zum Mann gesetzt und gestrickt, gerade mache ich aus all meinen Sockenwollresten Restesocken, aber ich habe deren Menge doch etwas überschätzt, also sind manche Streifen halt von einem noch vollen Knäuel, sieht ja hinterher keiner. Ich bin echt etwas stolz drauf, dass ich die Ferse jetzt so gut und vor allem ohne Löcher hinkriege, diesem Youtubevideo sei Dank. Plötzlich war ich dann so müde, dass ich die abendlichen Tätigkeiten auf Klimaanlagenwasser auskippen und Bett abklopfen beschränkte, Zähne putzen ging und mich dann hinlegte. Manfred folgte mir ins Schlafzimmer. Während ich noch meinen Sarong anzog, forderte er vehement Kuschelzeit ein und benutzt dafür das gleiche Miauen, das sonst für Dosenfutter reserviert ist. Er rollte sich dann gleich auf meinen Beinen zusammen. Ich versuchte noch zu lesen (Die Symmetrie der Schneeflocken von Karlabyrinth, es ist sehr gut), aber war schon zu müde und schlief dann zu einem Hörbuch ein.

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