8. Dezember 2020 – Fleißig

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Gestern hatte ich mir vorgenommen, einen Wecker zu stellen, um meinen Tagesablauf besser zu strukturieren. Die Klimaanlage macht nämlich, dass ich morgens nicht aufstehen will, weils im Bett so gemütlich ist. Und das ist in den letzten Wochen ein bisschen außer Kontrolle geraten. Und dann wachte ich sogar eine halbe Stunde vor dem Wecker auf.

Abwaschen (leider, aber mit Lieblingspodcast), Frühstück machen, Frühstück essen. Zwei Scheiben Brot waren noch üblich, dazu gabs die erste Folge der zweiten Staffel von Umbrelly Academy. Gute Serie.

Ich hatte einen neuen und ziemlich umfangreichen Auftrag übernommen und legte gleich nach dem Frühstück motiviert los. Zwischendurch hatte ich ein paar Hänger und musste den Bildschirm anmotzen, hielt aber mein Tagesziel von 3000 Wörtern ein und machte noch einen kleinen Text für einen anderen Kunden fertig, yay. Zur Entspannung katzenangelte ich ein bisschen und dann kam schon der Mann mit Abendessen (Fuyunghai) nach Hause.

Den Abend verbrachten wir mit The Mandalorian und mehr passierte nicht.


Heute wurde eine armenische Familie aus Magdeburg abgeschoben (Link zu Twitter, könnt ihr auch ohne Account lesen), die dort seit 26 Jahren (SECHSUNDZWANZIG!) lebt. Nach Armenien, wo bis vor wenigen Wochen noch Krieg herrschte. Im Winter. Während einer Pandemie. Und damit nicht genug, einer der Polizisten zielte mit seiner Dienstwaffe auf friedlich gegen die Abschiebung protestierende Menschen. Ich bin so wütend. Was ist mit uns passiert? Warum nehmen wir es hin, dass Familien auseinandergerissen und traumatisiert werden? Was für Menschen sind das, die derartige Entscheidungen umsetzen? Und wer trifft diese Entscheidungen und kann danach friedlich schlafen? Mir fehlen die Worte.

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